Dienstag, 27. März 2012

Mein erstes Sushi

Vor einigen Tagen war ich in meinem heimischen Asialaden. Ich kaufe da meine Gewürze und den Reis ein, da ich ja oft indisch koche. Beim Stöbern fiel mir Sushireis ins Auge und ich hab den einfach mal gekauft. Sushi hat mich früher immer abgeschreckt wegen des rohen Fischs. Mittlerweile weiß ich, dass Sushi nicht zwingend mit Fisch gemacht werden muss, sondern auch vegetarisch sein kann (oder vegan - vorausgesetzt der Essig ist nicht mit Gelatine geklärt und man verwendet kein Ei).

Ich studiere in der Stadt mit der größten deutschen Japan-Community. Ich persönlich habe mich nie besonders für Japan interessiert. Das scheint zwar in den letzten Jahren unheimlicher Trend geworden zu sein, mich hat die Kultur dieses Landes nie so angesprochen. Was mich aber wirklich interessiert ist die Küche. Ich lese mich schon über ein Jahr in die Kunst des Bento ein (und versuche dabei zu vergessen, dass das oft wieder so eine unterwürfige "Mädchen-macht-sich-eine-Scheißarbeit-damit-der-Angebetete-sie-erhört-Geschichte" ist...) und seitdem ich das vegetarische GU-Kochbuch besitze will ich auch mal Sushi machen. Bei mir an der Uni gibt es mittlerweile Onigiri zu kaufen, die ich wahnsinnig lecker, aber einfach zu teuer für Zwischendurch finde.

Heute war ich dann im Dae-Yang, einem asiatischen Supermarkt mit japanischem Schwerpunkt. Ich habe Reisessig, Noriblätter, Tofu und Sojamehl gekauft. Zum Sojamehl schreibe ich demnächst nochmal gesondert was.
Wie man Sushireis kocht habe ich aus dem Goldenen GU, den Rest habe ich improvisiert. Meine Sojasoße hab ich vorgestern verbraucht und eine Bambusmatte besitze ich nicht (ich hatte eben nicht mehr genug Geld...), trotzdem hat alles gut geklappt.
Ich habe meine Futo-Maki mit Gurke und in Knoblauch und Ingwer angebratenem Tofu gefüllt. Ein bisschen Sambal Oelek war auch drin, quasi als Ersatz für Wasabi. Die Röllchen haben total klasse geschmeckt, müssen aber optisch noch verbessert werden. Ich habe auch schon viele weitere Ideen für Füllungen, mit Avocado, Möhre, Erdnuss, Sprossen, Frühlingszwiebel, Sesam, Kürbis usw.

Ich bin nach den paar kleinen Maki aus 125g Reis jetzt irgendwie total satt. Eigentlich waren die als Vorspeise angedacht...

Kommentare:

  1. Wo gibt es an der Uni Onigiri zu kaufen?
    In der Immermannstraße gibts nen wirklich guten Laden dafür mit sehr leckeren Onigiri. Kann ich dir auch nur empfehlen.

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    1. In den Cafeten und im Uno - seit Monaten schon ;-)
      Sind die selben wie von der Immermannstraße.

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    2. @ Raine: Jup, an der Uni gibt es Onigiri von Waraku. Ich persönlich find die für 2,50 € inzwischen etwas teuer (früher kosteten die mal 2 €). Mittlerweile kaufe ich meine zum To-Go bei Maruyasu, wenn ich auf der Immermannstraße unterwegs bin. Weniger Auswahl, aber um einiges günstiger!

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    3. Ich krieg nichts mehr mit. :-)
      Aber 2,50€ finde ich auch viel. Da geh ich lieber zur Immermannstraße!

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  2. Ich bin der japanischen Küche und Kultur ja schon etwas länger verfallen und bin heilfroh, dass ich so leicht an japanische Lebensmittel komme. Das ist nämlich sonst - wenn man eben nicht in der Stadt mit der zweitgrößten japanischen Gemeinde Europas lebt - gar nicht so leicht, wie ich schon öfters gehört habe.

    Was hast du eigentlich für den Sushireis bezahlt? Würde mich mal interessieren, was der in nicht-japanischen Läden kostet.

    Zu den Bentos muss ich meckern: Mit Herzeleid hat das wenig zu tun, es ist nur EIN Aspekt des Ganzen. Es darauf zu reduzieren, finde ich schwierig. Wikipedia ist da sehr unergiebig was diesen Artikel angeht.
    Hauptsächlich ist es eher ein Geknechtete-Hausfrauen-Ding (so wie du es wohl empfinden würdest ;-)). Die Mütter und Frauen packen den Kindern und Männern Bentos so wie hierzulande die Mütter und Frauen Pausenbrote schmieren. Da aber auch in Japan die klassische Familie immer mehr dem Verschwinden ausgesetzt ist, kann man Bentos fertig kaufen. Für Zugfahrten (Japaner reisen sehr gerne mit dem Zug) gibt es z.B. etwas ganz tolles: Fast jede Bahnstation hat ihr eigenes Spezial-Bento.

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    1. Zum Glück kann man ja mittlerweile einiges online bestellen, aber das ist natürlich blöd, wenn man regelmäßig japanisch kochen möchte.
      Ich hab 2,99€ für 1kg Reis bezahlt. War so ein Lustkauf... Ich hab heute gar nicht geguckt, was der in Düsseldorf kostet.

      Mich hat es halt echt erschreckt, dass (zumindest laut Wikipedia, schon klar, wer weiß...) schon Mädchen sowas machen und nicht nur erwachsene Frauen. Ich vertrete ja auch die Meinung, dass Kinder und Männer alleine Brote schmieren können und bin so aufgewachsen. Ich weiß, dass du das anders wahrnimmst. Für mich ist das tatsächlich ein Grund, skeptisch zu werden.

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    2. Und wenn ich Bento auf den einen Aspekt reduzieren würde, würde ich mich ja nicht weiter damit beschäftigen ;-)

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    3. Stimmen tut das schon, aber Bento macht viel mehr aus als nur das.
      Ich vertrete bei so etwas ja die Ansicht, dass man etwas für seine eigenen Bedürfnisse nehmen und nutzen kann ohne alles 1 zu 1 übernehmen zu müssen. Was andere Frauen tausende Kilometer am anderen Ende der Welt machen, hält mich nicht davon ab, das System Bento für mich zu nutzen. Und ich bin keine der Frauen, die ihrem Partner sklavisch Brote schmieren, weil sie eben das Frauchen sind, sondern dem Partner gerne etwas Gutes tun, so wie er mir auch etwas Gutes tut - eben ein Geben und Nehmen.
      Sieh es mal so: Man bäckt hierzulande vielleicht auch jemandem mal einen Kuchen, wenn man ihn gerne hat. Liebe geht eben durch den Magen ;-) Übrigens hab ich mal einen Manga gelesen, in dem auch ein Mädchen Bento gepackt hat - für die Schwester. Eine Bloggerin aus Deutschland packt sie auch regelmäßig für die kleine Schwester. Bento ist also an sich eine Geste der Zuneigung, ganz gleich wem man sie entgegenbringt.

      In D'dorf kostet ein Kilo 2,50 €. Tut sich also nicht viel. Im Internet hab ich mal ein Kilo für 1,95 € bestellt.

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    4. Online bestellen lohnt sich wirklich nur bei einem Großeinkauf. Nur ein Kilo Sushireis und eine Flasche Sojasauce (z.B.) lohnt sich da schon wegen der Versandkosten nicht. Da hat die Großstadt doch schon manchmal Vorteile.

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  3. Ich bin Japan ganz und gar nicht zugetan. Es ist eines der Länder, das auf meiner 'will ich nie besuchen'- Liste steht, und das will schon etwas heißen.
    Veganes Sushi haben wir hier noch nie ausprobiert- werden es aber sicher mal machen. Sieht appetitlich aus, was du da fabriziert hast!

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  4. Als Japanfan wird man sofort neugierig, wenn es heißt "Düsseldorf". ;)
    Nirgendwo hat man ein größeres Angebot in Deutschland... *seufz* Hast du es gut.^^

    Liebe Grüße

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